IPPE – Ausstellung in Montabaur (2026)in einem ehemaligen NATO Munitionsbunker
IPPE – Exhibition in Montabaur (2026) in a former NATO ammunition bunker
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Die Themen: Kultursommer RLP 2026: Die goldenen 20er
b-05 kunst kultur natur: Kunstperiode 4: Gegensätze und Parallelen
Bunker 1: Stefanie Hörmann: (Acrylmalerei)
Bunker 2: Klaus A. Burth: Die Zwanziger Jahre – Damals und Heute: Performances
Bunker 3: Reimund Prokein: Phosgraphien – mit Licht schreiben
Bunker 4: Brigitte Butzchen-Nowack: (Skulpturen)
Bunker 5: Thomas Berra, Alexander Edisherow, Juho Poesiloe Pöysti, Maria Suokas, Dmitri Zudow: Im Reich von Licht und Schatten (Installation)
Bunker 6: Lutz Schoenherr: International Peace Poster Exhibition
Bunker 7: Art moves Europe e.V.: Malerei, Skulptur, Installation
The themes: RLP Summer of Culture 2026: The Golden Twenties
b-05 Art Culture Nature: Art Period 4: Contrasts and Parallels
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Bunker 6: International Peace Poster Exhibition:
Give Peace a Chance! 129 Friedensplakate aus den 1980er Jahren:
Begrüßung
durch Lutz Schoenherr | graphic art work:
Die 1920er Jahre – waren nicht nur eine goldene Zeit. Zumindest nicht für alle. Es war eine Nachkriegszeit, mit allen Sorgen und gesellschaftlichen Zerwürfnissen. „Niemals wieder!“ ein Motto, das Hoffnung und Zuversicht gleichermaßen bedeutet.
Was die Leute nicht wussten oder ahnten: sie lebten bereits wieder in einer Zwischenkriegszeit, gegen Ende er 20er Jahre schon wieder in einer Vorkriegszeit.
Ab 1945 ähnliche Szenen: wieder ist Europa zerstört, in bisher unvorstellbarem Ausmaß wurden Menschenleben vernichtet. Wieder beherrscht Aufbruchstimmung den gesellschaftlichen Wandel. „Niemals wieder!“ ist zumindest kurzzeitig wieder ein motivierendes Moment gesellschaftlichen Wandels und Aufbaus. In beiden deutschen Teilen.
Heute wollen uns konkret zu benennende politische Kreise davon überzeugen, dass wir ein neues Zeitalter der Vorkriegszeit bereits überschritten hätten, wir befänden uns wieder im Krieg. Ich teile die Auffassung ausdrücklich nicht, aber der gesellschaftliche Wandel hin zu Bedrohungsgeschichten und Gewaltrhethorik ist nicht zu übersehen oder zu überhören.
Die Mitte unsere „Zwischenkriegszeit“ sind die 1980er Jahre. Eine weltumspannende Friedensbewegung, die Millionen von Menschen auf die Straßen drängt und für Frieden durch Abrüstung eintritt, ermöglicht den politischen Blöcken, aufeinander zuzugehen und wichtige Abrüstungsverträge zu schließen. Das Leben wird weltweit tatsächlich sicherer.
Diese Aktivitäten werden in der International Peace Poster Exhibition dokumentiert. 129 Plakate von knapp 2000, zu Beginn der 1980er Jahre gesammelt, geben Zeugnis von unterschiedlichen Positionen und Ansätzen, aber gleichzeitig einem alles umfassenden Ziel: Frieden durch Abrüstung.
Wir erinnern uns. Und wir werden das beklemmende Gefühl nicht los, dass wir schon einmal weiter waren. Die Plakate geben keine Antworten. Aber wenn die Plakate Dich nachdenklich machen und vielleicht sogar zu neuem Handeln motivieren, haben sie ihren Zweck erfüllt.
Durchaus charmant an der Sache: in dem Bunker, in dem jetzt die Plakate für Frieden und Abrüstung werben, wurden in den 1980er-Jahren Raketenteile für genau die Waffen gelagert, gegen die weltweit demonstriert wurde…
Die Fotos wurden aufgenommen von Bernadette O’Neill und Lutz Schoenherr. Sie sind urheberrechtlich geschützt.
Give Pece a Chance! 129 peace posters from the 1980s:
Welcome
by Lutz Schoenherr | graphic artwork:
The 1920s were not merely a golden age, at least not for everyone. It was a post-war era, fraught with anxieties and social rifts. “Never again!” a motto embodying both hope and confidence.
What people did not know, or suspect, was that they were already living in an interwar period; by the late 1920s, they were already in a pre-war era once more.
Similar scenes unfolded after 1945: Europe lay in ruins again, and human lives had been destroyed on an unimaginable scale. Once more, a spirit of renewal drove social change. „Never again!“ – at least briefly – became a motivating force for social transformation and reconstruction in both parts of Germany.
Today, specific political circles seek to convince us that we have already moved beyond a new pre-war era and are actually at war again. I emphatically do not share this view, yet the societal shift toward narratives of threat and violent rhetoric is impossible to ignore or overlook.
The 1980s lie at the heart of our „interwar period.“ A global peace movement—driving millions of people into the streets to advocate for peace through disarmament—enabled political blocs to move toward one another and conclude significant disarmament treaties. Life across the globe became safer.
These activities are documented in the International Peace Poster Exhibition. A selection of 129 posters – drawn from a collection of nearly 2,000 gathered in the early 1980s -bears witness to diverse positions and approaches, yet reflects a single, overarching goal: peace through disarmament.
We remember. And we cannot shake the unsettling feeling that we had already made more progress in the past. The posters offer no answers. But if they make you think – and perhaps even motivate you to take new action – then they have served their purpose.
There is a certain charm to the situation: the bunker—now displaying posters advocating for peace and disarmament—was used in the 1980s to store missile components for the very weapons that sparked worldwide protests…
The photos were taken by Bernadette O’Neill and Lutz Schoenherr. They are protected by copyright.
Die Plakate werden begleitet von einer Ausstellung des Leibnitz-Gymnasiums aus Berlin. Da sind alle Informationen zu finden, die diejenigen, die nicht dabei gewesen sind, nicht haben können:
The posters are accompanied by an exhibition from the Leibniz-Gymnasium in Berlin. It contains all the information that those who were not there would otherwise not have access to:
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